Wie Fee Penafiel auf „Die Wolken über uns" aus halben Songs ganze macht

Folge 106 | 12.09.2026 | 1h 27min

In dieser Folge zu Gast: Fee Penafiel. Mit „Die Wolken über uns“ veröffentlicht die Frankfurter Singer-Songwriterin am 18. September 2026 ihr drittes Album – sechs Jahre nach „Nachtluft“ (2020). Wir haben uns die Platte intensiv angehört, und was bleibt, ist dieses Gefühl von Unmittelbarkeit: ein Sound zwischen Indie-Pop, folkigen Singer-Songwriter-Momenten und einer bewusst vintage getönten, organischen Produktion, der sich anfühlt, als säße man direkt neben Fee. „First take, ja – Inszenierung, nein“ ist hier kein Slogan, sondern Programm – man hört es etwa in „Dunkel“, wo die Strophen so nah und unproduziert sind, dass wirklich jede Emotion im Gesang mitschwingt. Wir sprechen über die Entstehung, die Themen und eine Reihe von Songs, die unter die Haut gehen.

Fee Penafiel, bürgerlich Felicitas Mietz, war früher Frontfrau der Deutschpop-Band Neoh, ging 2014 solo und hat seitdem „Ein Zimmer Küche Bad“ (2018), „Nachtluft“ (2020) und das Live-Album mit der hr-Bigband (2021) veröffentlicht. 2024 kam die EP „Zwei Jahre“ heraus, entstanden mit dem Filmmusik-Komponisten Ralf Hildenbeutel. Was uns an „Die Wolken über uns“ besonders nimmt: die Bandbreite – von der irre guten Hook in „Lost im Paradies“ über die leichte Positivität und die Field Recordings in „Gut“ bis zur feinen Cabasa in „Genug“. Eine Stunde über ehrlichen Indie-Pop, über das Schreiben mit der alten Flohmarkt-Gitarre und über Geschichten, die manchmal nur halb zu Ende erzählt werden müssen, um wahr zu sein.

Website: https://www.feepenafiel.de

Kapitel & besprochene Platten:

Tags:

Julien Baker, Mina Richman, Niels Frevert, Peter Fox, Rob Grant, Romie, Torres, Welten.